TLF 16/25 – Baujahr 1987
Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aus dem Jahr 1987 ist das Herzstück unserer Oldtimergruppe.
Die Bezeichnung steht dabei für ein Tanklöschfahrzeug mit einer Pumpenleistung von 1.600 Litern pro Minute und einem Wassertank mit 2.500 Litern Inhalt. Dadurch war das Fahrzeug in der Lage, unmittelbar nach dem Eintreffen mit der Brandbekämpfung zu beginnen – auch ohne externe Wasserversorgung.
Über mehr als drei Jahrzehnte stand es im aktiven Einsatzdienst der Feuerwehr Fahrenzhausen-Viehbach
und war unter dem Funkrufnamen „Florian Fahrenzhausen 21/1“ im Einsatz. Heute bewahren wir das Fahrzeug als rollendes Stück Feuerwehrgeschichte und kümmern uns um
den langfristigen Erhalt seiner technischen Substanz und seines ursprünglichen Charakters.

Technische Eckdaten
- Baujahr: 1987
- Fahrgestell: Mercedes-Benz 1222 AF (Allrad)
- Zul. Gesamtgewicht: 12.000 kg (12 t)
- Aufbau: Ziegler, Giengen
- Wassertank: 2.500 Liter
- Pumpenleistung: 1.600 l/min bei 8 bar
- Wasserwerfer: 1.200 l/min (Dachmonitor)
- Motor-/Pumpenübersetzung: 1 : 2,22 (Drehzahlerhöhung für den Betrieb der Feuerlöschpumpe)
- Einsatzdienst: 1987 – 2020
Beschaffung und Indienststellung
Im Jahr 1986 fasste der Gemeinderat nach eingehender Beratung den Beschluss, ein TLF 16/25 auf einem leistungsstarken Mercedes-Benz 1222 AF Fahrgestell mit Allradantrieb anzuschaffen. Mit seinen 220 PS war das Fahrzeug auch für schwieriges Gelände bestens gerüstet. Der Aufbau erfolgte durch die renommierte Firma Ziegler aus Giengen, die das Fahrzeug speziell für die Anforderungen der Feuerwehr Fahrenzhausen-Viehbach konzipierte.
Am 20. November 1987 wurde das Fahrzeug bei der Firma Ziegler abgeholt und offiziell in den Dienst gestellt. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 285.000 D-Mark. Die Gemeinde erhielt hierfür Zuschüsse des Freistaats Bayern, der Versicherungskammer Bayern sowie des Landkreises.
Ausstattung und Einsatzwert
Für damalige Verhältnisse war das TLF 16/25 modern und äußerst vielseitig ausgestattet. Der großzügige, integrierte 2.500-Liter-Wassertank ermöglichte eine schlagkräftige erste Brandbekämpfung, noch bevor eine externe Löschwasserversorgung aufgebaut werden musste. Ein besonderes Highlight für die Brandbekämpfung war der Dachmonitor (Wasserwerfer), der eine Abgabeleistung von 1.200 l/min erreichte und so massive Brandereignisse effektiv bekämpfen konnte.
Zur technischen Ausstattung gehörten unter anderem:
- Atemschutz: Insgesamt vier Atemschutzgeräte (zwei davon direkt im Mannschaftsraum zum schnellen Ausrüsten während der Fahrt, zwei weitere im Gerätefach).
- Technische Hilfeleistung: Hydraulischer Rettungsspreizer und Rettungsschere für schwere Verkehrsunfälle.
- Löschtechnik: Umfangreiche Pumpentechnik (1.600 l/min) sowie diverse Schläuche und Armaturen.
- Zusatzequipment: Beleuchtungsgerät zur Absicherung und Ausleuchtung von Einsatzstellen.
Insbesondere bei Verkehrsunfällen spielte das Fahrzeug eine zentrale Rolle, da eingeklemmte Personen durch die technischen Rettungsgeräte schneller und effizienter befreit werden konnten. Mit einem Gesamtgewicht von 12 Tonnen und der robusten Allrad-Technik war das TLF 16/25 ein echtes Allroundtalent im Erstangriff.
Von 1987 bis 2020 im aktiven Dienst
Über drei Jahrzehnte hinweg war das TLF 16/25 fester Bestandteil der Feuerwehr Fahrenzhausen-Viehbach.
Es begleitete zahlreiche Einsätze, Übungen und Veranstaltungen und prägte das Ortsbild nachhaltig. Mit der Außerdienststellung im Jahr 2020 endete der aktive Einsatzdienst – nicht jedoch die Geschichte des Fahrzeugs.
Erhalt durch die Oldtimergruppe
Im Jahr 2021 wurde die Oldtimergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenzhausen-Viehbach gegründet. Als zentrales Fahrzeug und „Zugpferd“ dient das TLF 16/25. Das Fahrzeug wird regelmäßig gewartet, technisch überprüft und bei ausgewählten Anlässen bewegt. Pflegearbeiten, Wartungen und technische Updates werden sorgfältig dokumentiert, um die Geschichte und Substanz langfristig zu sichern.







